Die Bibel - Altes und Neues Testament
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Psalm - Kp. 58 bis 60 - Luther 1912

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 Psalm - 58. Kapitel

1 Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen, dass er nicht umkäme. Seid ihr denn stumm, dass ihr nicht reden wollt, was recht ist, und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?

2 Ja, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande und gehet stracks durch, mit euren Händen zu freveln.

3 Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterschoss an; die Lügner irren von Mutterleib an.

4 Ihr Wüten ist gleichwie das Wüten einer Schlange, wie die taube Otter, die ihr Ohr zustopft,

5 dass sie nicht höre die Stimme des Zauberers, des Beschwörers, der wohl beschwören kann.

6 Gott, zerbrich ihre Zähne in ihrem Maul; zerstosse, HERR, das Gebiss der jungen Löwen!

7 Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfliesst. Sie zielen mit ihren Pfeilen; aber dieselben zerbrechen.

8 Sie vergehen wie die Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.

9 Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauch, wird sie ein Zorn so frisch wegreissen.

10 Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache sieht, und wird seine Füsse baden in des Gottlosen Blut,

11 dass die Leute werden sagen: Der Gerechte wird ja seiner Frucht geniessen; es ist ja noch Gott Richter auf Erden.

 Psalm - 59. Kapitel

1 Ein gülden Kleinod Davids, dass er nicht umkäme, da Saul hinsandte und liess sein Haus verwahren, dass er ihn tötete. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schütze mich vor denen, die sich wider mich setzen.

2 Errette mich von den Übeltätern und hilf mir von den Blutgierigen.

3 Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.

4 Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein.

5 Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gnädig, die so verwegene Übeltäter sind. (Sela.)

6 Des Abends heulen sie wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.

7 Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: "Wer sollte es hören?"

8 Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.

9 Vor ihrer Macht halte ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.

10 Gott erzeigt mir reichlich seine Güte; Gott lässt mich meine Lust sehen an meinen Feinden.

11 Erwürge sie nicht, dass es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HERR, unser Schild, und stosse sie hinunter!

12 Das Wort ihrer Lippen ist eitel Sünde, darum müssen sie gefangen werden in ihrer Hoffart; denn sie reden eitel Fluchen und Lügen.

13 Vertilge sie ohne alle Gnade; vertilge sie, dass sie nichts seien und innewerden, dass Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. (Sela.)

14 Des Abends heulen sie wiederum wie die Hunde und laufen in der Stadt umher.

15 Sie laufen hin und her um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.

16 Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.

17 Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz und mein gnädiger Gott.

 Psalm - 60. Kapitel

1 Ein gülden Kleinod Davids, vorzusingen; von der Rose des Zeugnisses, zu lehren; da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrte und schlug der Edomiter im Salztal zwölftausend. Gott, der du uns verstossen und zerstreut hast und zornig warst, tröste uns wieder.

2 Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brüche, die so zerschellt ist.

3 Denn du hast deinem Volk Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, dass wir taumelten;

4 du hast aber doch ein Panier gegeben denen, die dich fürchten, welches sie aufwarfen und das sie sicher machte. (Sela.)

5 Auf dass deine Lieben erledigt werden, hilf mit deiner Rechten und erhöre uns.

6 Gott redete in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Sukkoth.

7 Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Hauptes, Juda ist mein Zepter,

8 Moab ist mein Waschbecken, meinen Schuh strecke ich über Edom, Philistäa jauchzt mir zu.

9 Wer will mich führen in die feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?

10 Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstössest und ziehest nicht aus, Gott, mit unserm Heer?

11 Schaffe uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist nichts nütze.

12 Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsre Feinde untertreten.

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